Verschriftlichung unseres Input-Referats zu What’s the issue!?

17. August 2010

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gentrification

17.6.2010 What’s the issue?! Die Anti-Gentrifizierungsbewegung zwischen Ideologie und Kritik

31. Mai 2010

Der Begriff der Gentrifizierung hat derzeit einmal mehr Hochkonjunktur. Eine Kritik derselben gehört sowohl innerhalb der radikalen Linken als auch innerhalb der linksliberalen Öffentlichkeit zum guten Ton. In diesem Zusammenhang treten ProtagonistInnen unterschiedlichster politischer Couleur auf den Plan. Das Spektrum der GentrifizierungskritikerInnen reicht von HundebesitzerInnen, die sich für den Erhalt der städtischen Grünflächen ins Zeug legen über AnwohnerInnen, die aus Furcht vor Verkehrslärm und ähnlichen Scheußlichkeiten gegen Niederlassungen von Großkonzernen auf dem eigenen Kiez protestieren bis zu Autonomen, die für den Erhalt der eigenen Zentren kämpfen. Die Beliebtheit und Anschlussfähigkeit der „Gentrifizierungskritik“ für die unterschiedlichsten Bedürfnisse und Forderungen korrespondiert mit einer begrifflichen Unschärfe dessen, was von der Kritik beschrieben werden soll.
Wir wollen im Rahmen dieser Veranstaltung diskutieren, was damit gemeint ist, wenn von Gentrifzierungskritik gesprochen wird. Es geht uns dabei nicht unbedingt darum, die Veränderung bundesdeutscher Großstädte innerhalb der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft auf eine angemessenere Art und Weise darzustellen als es möglicherweise von den GentrifizierungskritikerInnen geleistet wird. Wir möchten einen Diskurs analysieren
und auf die Bezugssysteme und Identifikationsangebote, die von der Gentrifizierungskritik genutzt und die Feindbilder und Stereotype, die von dieser bedient werden, reflektieren. Wir verstehen unser Statement als einen kritischen Beitrag zu einer linken Debatte. Es geht uns nicht darum, die Gentrifizierungskritik pauschal zu denunzieren. Wir wünschen uns eine differenzierte Debatte, in der herausgearbeitet wird, an welchen Stellen die
Gentrifizierungskritik den Namen Kritik verdient hat und an welchen Stellen sie zur Ideologie verkommt.

Presseerklärung BgHU: Zum Flaschenwurf auf die B5 und zum Überfall von B5-Aktivist_innen auf einen israelsolidarischen Antifaschisten

31. Mai 2010

In einer von der »Kommunistischen Assoziation Hamburg« verbreiteten Erklärung wird behauptet, »Antideutsche aus dem ‚Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten’« hätten ein Fenster des »Internationalen Zentrums B5« mit einer Flasche eingeschlagen und anschließend Aktivist_innen des Zentrums mit den Rufen »Spastis«, »Hurensöhne« und »Fotze, ich fick dich in den Arsch« beleidigt. Diese Behauptung ist falsch.
Wie wir erfahren haben, wurde in der Nacht auf den 3.5.2010 tatsächlich eine Flasche in ein Fenster der B5 geworfen. Der Flaschenwerfer und sein Begleiter, die auf einer Sauftour durch den Kiez unterwegs waren, sind jedoch weder als Individuen im Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten aktiv, noch gehören sie einer der dort assoziierten Gruppen an. Von dem Flaschenwerfer – und niemandem sonst – stammen auch die dokumentierten sexistischen, homophoben und behindertenfeindlichen Beleidigungen.
Nach dem Wurf flüchteten sich die beiden Männer in die Kneipe »Kleine Pause«, wo sich auch einige Bekannte von ihnen aufhielten – darunter mindestens ein Mitglied einer der im Bündnis tätigen Gruppen. Diese beschützten zunächst einmal ihre Bekannten vor den ebenfalls eingetroffenen B5-Aktivist_innen. Da sie den Hintergrund der Situation nicht kannten, mussten sie von einem weiteren Überfall antiimperialistischer Schläger_innen ausgehen. Zugleich wurde jedoch versucht, eine Eskalation der körperlichen Auseinandersetzung zu verhindern und weitere verbale Ausfälle des Flaschenwerfers zu unterbinden.
Wir sind als Bündnis äußerst verärgert, wenn unsere Kampagne gegen die antisemitische und gewalttätige Praxis der B5 und ihres Umfelds von Leuten zum Anlass genommen wird, den Mobster zu markieren und die sexistische Sau rauszulassen. – Gut möglich, dass sich auch die Flaschenwerfer auf »unserer« Seite der Konfrontation wähnen. Daraus folgt gerade nicht, dass ein solches Verhalten entschuldbar, dumm gelaufen oder doch wenigstens nicht so schlimm wäre. Es weist vielmehr darauf hin, dass in einer entsprechenden Konstellation auch die Zustimmung zu Antisemitismuskritik und Israelsolidarität nicht allein von politischer Einsicht bestimmt sein muss, sondern zum Gegenstand von Identitätsbedürfnissen werden kann. Diese zum Antrieb der Praxis statt zum Gegenstand der Reflexion zu machen, vergisst, dass antideutsche Kritik nicht nur andere, sondern immer auch einen und eine selber betrifft.
Unser Ziel ist es, Antisemitismus zu bekämpfen, auch und gerade in der Linken. Das schließt dessen Hamburger organisatorisches Zentrum, die B5, notwendig mit ein. Flaschenwürfe gehören zu diesem Kampf nicht dazu. Ganz im Gegenteil: Eine Aktion wie die oben dokumentierte ermöglicht es den B5ler_innen, sich kontrafraktisch zum Opfer zu stilisieren (eine Rolle, in der sie sich, wie ihr Wahn vom philosemitischen NeoCon-Komplott in St. Pauli Nord zeigt, pudelwohl fühlen). Und sie gibt Szenemainstream, Bürgerpresse und Verfassungsschutz den ersehnten Beleg an die Hand, es nicht mit einem sachlich begründeten Konflikt zu tun zu haben – sondern mit einer Auseinandersetzung rivalisierender Jugendbanden, die niemanden anderen etwas anginge. Solche Entpolitisierung kommt einzig und alleine der B5 zugute: Seit der Blockade vom 25.10.2009 zielt ihre Darstellung auf nichts anderes, als das Geschehen in eine unüberschaubare Kette von ‚Vorfällen‘, Aggressionen und Machenschaften zu verwandeln, damit der Kern der Sache – der militante Antisemitismus – irgendwo im Nirgendwo verschwinde.
Wir halten es daher für grundsätzlich falsch, mit hochmotivierten Schläger_innen Cowboy und Indianer zu spielen. Derartig verantwortungsloses Handeln gefährdet nicht nur die Gesundheit der Angegriffenen ebenso wie die der eigenen Person, sondern vor allem auch die unbeteiligter Dritter. Zwar brauchen die Politdesperados der B5 keinen Grund zum Zuschlagen. Aber ein Anlass ist doch immer hochwillkommen. Aktionen wie die vom 3.5. werden jene ausbaden müssen, die von den Antisemit_innen als Drahtzieher imaginiert werden – oder einfach die, die sich als leichtes, weil schutzloses Opfer anbieten.
Wie schnell das geht, zeigt der Überfall auf einen israelsolidarischen Antifaschisten in der Nacht auf den 22. Mai 2010. Der im Bündnis aktive Antifaschist, welcher bereits am 31.1.2010 von B5-Aktivist_innen überfallen und zusammengeschlagen wurde, wurde von etwa zehn B5ler_innen, darunter mindestens drei Mitgliedern der »Roten Szene Hamburg« (RSH) und einem der »Sozialistischen Linken« (SOL), am Hamburger Berg umzingelt, geschlagen und getreten. Ein Schlag traf ihn dabei so schwer ins Gesicht, dass seine Brille zertrümmert wurde. Schwerere Verletzungen konnten nur dadurch verhindert werden, dass es dem Angegriffenen gelang, in Richtung Reeperbahn zu entkommen und sich in den Schutz der dort befindlichen Polizisten zu begeben. Auf seiner Flucht wurde er von seinen Verfolgern, zum Glück erfolglos, mit Flaschen beworfen. Die Täter, von denen zwei bereits am Überfall vom 31.1. beteiligt gewesen waren, konnten flüchten, sind aber größtenteils namentlich bekannt. Selbstverständlich wurde auch diesmal Anzeige erstattet. Denn genausowenig, wie wir uns als Teil eines Bandenkrieges sehen, wollen wir derartiger Brutalität tatenlos gegenüberstehen.

nachtrag radiosendung 8. mai

29. Mai 2009

in der radiosendung zum 8. mai wurden 2 bücher vorgestellt und zwar das buch >>Jüdische Partisaninnen – Der verschwiegene Widerstand in der Sowjetunion<<. Anika Walke hat mit mehreren jüdische Partisaninnen Gespräche geführt und 8 Biografien zusammengetragen.

Jüdische Partisaninnen

Jüdische Partisaninnen

Das zweite Buch das vorgestellt wurde, thematisiert den jüdischen Widerstand im ehemaligen Jugoslawien: >>We survived the Holocaust<< von der Federation of Jewish Communities. Das mehrbändige Werk wurde rezensiert in der Jungle World -> http://jungle-world.com/artikel/2009/14/33750.html

fragwürdige traditionslinien – Stauffenberg und der 20. Juli 1944 im deutschen Erinnerungsdiskurs

29. Mai 2009

zum download einfach aufs bild clicken

fragwürdige traditionslinien

One night Soul affair

18. Mai 2009

Soulie Party mit Northern-, Sixties-, Seventies-Soul, Motown, RnB, Popcorn.
Wer hier jetzt allerdings gut abgehangene Hits von James Brown und den Jackson Five erwartet wird enttäuscht. Vielmehr kramen die Vier, neben dem ein oder anderen Northernstandard, unbekanntere Perlen und Raritäten aus den hintersten Winkeln ihrer Plattenkisten.

mit:

Upsetter (Upsetting Station auf FSK http://www.upsetter.de) der diesmal seine Jamaikascheiben gegen Platten aus Chicago und Detroit getauscht hat und zusammen mit Paco unter dem Namen Double Dynamite (www.myspace.com/double_dynamite) seit Jahren fuer Niter und Barbeschallung sorgt.

Paco tingelt von Plattenspieler zu Plattenspieler und neben den regelmässigen Terminen mit Double Dynamite ist er auch mal bei Kings’n’Queens, dem Hamburg Soul Weekender oder bei For Dancers Only zu Gast.

Inger (www.myspace.com/creaturefromtheswamp) beschallt in Hamburg vor allem den Sorgenbrecher, die Kogge und den Komet. Ist aber auch mal im Goldenen Pudel und in Berlin und Koeln unterwegs. Hat einen riesigen Vorrat an Vinylschätzen und wird vor allem in den RnB- und Popcornkisten für Euch wählen.

Long John wird auch seine RnB und Popcornscheiben einpacken, die er sonst im Kometen und dem Sorgenbrecher zum besten gibt.

Diese Vier sind regelmässig im AJZ Bielefeld zur Summer Soul Sensation.

Put your Soul Shoes on.
plakat souliparty

Souliparty in der Flora

11. Mai 2009

souliparty rote flora 31.5.09

Neonazis stören Gedenkfeier der KZ-Gedenkstätte Ebensee

11. Mai 2009

mehr Infos findet ihr unter:
http://derstandard.at/?url=/?id=1241622351554

8. mai nachtrag

4. Mai 2009

webbanner8mai2009leipzig

Am Stand des Infoladens Wilhelmsburg (aufm hafengeburtstag) wird am 8. mai ab 18 Uhr mit Sekt gefeiert;-)

8. mai 2009 *liberation*celebration*deutschland negieren*

4. Mai 2009

8-mai-merci-thank-youam 8. mai wird es im FSK programm eine 2-stündige sendung zum tag der befreiung geben und zwar von 14 bis 16 uhr. die sendung könnt ihr auch online hören über http://www.fsk-hh.org -> check it out***

Dann gibt es bundesweit einige kundgebungen/demos u.a. in:

Pinneberg, Rathausplatz, 17 Uhr

Oldenburg, Lefferseck, 18 Uhr abends after-demo-party im Alhambra

Köln Hbf, 19 Uhr

Leipzig, Willy-Brandt-Platz, 14:30 Uhr

Hamburger*innen fahren natürlich nach Pinneberg!